caput 1 "sighter"
chemnitz 2005 - auf einer reise durch die sphären der musikwelt, stieß sighter wie durch zufall auf einen breakig, schnellen 4/4 takt. erst begannen seine beine zu zappeln und kurz darauf folgte der restliche körper. der wohlig volle klang und die wallenden bassvibrationen dieser musik versetzten ihn in einen taumelartigen zustand aus dem er erst wieder erwachte, als die musik aus und das licht anging. traurig dachte er an das gerade durchlebte gefühl tiefster zufriedenheit und glückseeligkeit zurück. doch nicht von alledem war mehr vorhanden. alles war wie vorher. wirklich alles? tief in sich wusste er, dass dieser abend sein leben verändert hatte. es war kein zufall gewesen der ihn an diesem abend zum drum'n'bass geführt hatte. nein, es war seine bestimmung. dieses plötzlich aufkeimende wissen führte dazu, dass er nur kurze zeit später begann, sich diese droge am heimischen computer selbst zu synthetisieren. nach einigen versuchen wollte er sich das fachmännische urteil einiger drum'n'bass spezialisten einholen. er hatte von einer sagenumwobenen crew gehört, die sich im toten stadtkern chemnitz' etabliert hatte. so trug es sich also eines tages zu, dass er in das äther aufbroch und in der residenz dieser leute, gelegen in einem würfelförmigen gebäude, auf den herren traf, dessen namen er sich so sicher war, als würde er ihn bereits jahrhunderte kennen. dieser besah, oder vielmehr behörte sich das entstandenne produkt und nickte mit einem wissenden lächeln. kurz darauf zückte besagter herr eine seiner eigenen produkte und zeigte sie sighter. mit einem male wurde ihm klar, in der vor ihm stehenden person und seine crew hatte er seine lehrmeister gefunden. in unzähligen unterrichts- und übungsstunden erlernte sighter nun die fähigkeiten des produzierens und des zubereitens der musik für andere, durch geschicktes abmischen diverser platten aus schwarzem gold welche drum'n'bass enthielten. nach und nach war es ihm somit möglich das erlernte der öffentlichkeit zu präsentieren, was er bis in diese tage akribisch praktiziert. die zukunft ist ungewiss...